Ungerechtfertigte Bewertungen: Personalrecruiting

titelbild-bildschirm-mit-beitragsankündigung

Der Einfluss von ungerechtfertigten Bewertungen auf den wirtschaftlichen Erfolg von Unternehmen ist bekannt. Aber auch auf das Personalrecruiting wirkt sich die eigene Performance auf Bewertungs-Plattformen stark aus. Die Anzahl der Bewerber, die sich vor oder während eines Bewerbungsprozess über ein Unternehmen auf Bewertungs-Plattformen wie Google oder Kununu informieren steigt stetig. Ungerechtfertigte Bewertungen fallen deshalb immer stärker ins Gewicht.

In diesem Beitrag wird anhand eines fiktiven Fallbeispiels aufgezeigt, wie ungerechtfertigte Bewertungen das Personalrecruiting und den Bewerbungsprozess prägen und wie diese Bewertungen mithilfe von Tools wie trust1 entfernt werden können.

1. Ausgangslage

Dieses Fallbeispiel behandelt das mittelständische Unternehmen „Noname GmbH“ welches mit rund 220 Mitarbeitern im Einzelhandel tätig ist. Das Erschließen von neuen Tätigkeitsfeldern begründet neue Stellenausschreibungen im Bereich E-Commerce und Marketing. Die Noname GmbH verfügt über ein hohes brancheninternes Ansehen sowie eine gute Reputation. Schwierigkeiten beim generieren neuer Arbeitskräfte sind bisher nicht aufgetreten.

2. Problemdarstellung

Nach Ablauf der Bewerbungsfrist gingen vergleichsweise wenig Bewerbungen ein und auch nach Sichtung dieser Bewerbungen ist das Ergebnis für das Personalrecruiting nicht zufriedenstellend. Die Ausschreibung wird nochmals über mehrere Portale gestreut, doch die Anzahl der qualitativ hochwertigen Bewerbungen bleibt unverändert.

3. Reputationsschaden

Die Personalabteilung beginnt nach Gründen für die sinkenden Bewerberzahlen zu suchen. Bei dieser Suche werden Reportings der Bewertungs-Plattformen Google und Kununu eingeholt, wobei zwei neue negative Bewertungen auf Kununu auffallen. Mit einer Anzahl von 11 Bewertungen fallen diese zwei negativen Bewertungen erheblich ins Gewicht und der Kununu Score von 4,2 Sternen fällt auf 3,2 Sterne ab. Hinzu kommen sehr kritisierende Beschreibungen, die von einer Beschäftigung bei der Noname GmbH abraten.

4. Ungerechtfertigte Bewertungen

Das Personalrecruiting vermutet eine Verbindung zwischen den geringen Bewerberzahlen und der veränderten Performance auf Kununu und beschließt zu handeln. Bei genauerer Betrachtung der unterschiedlichen Kategorien fällt auf, dass beide Bewertungen falsche Tatsachenbehauptungen enthalten. Eine Bewertung spricht der Noname GmbH beispielsweise Weiterbildungsmöglichkeiten ab, die andere verneint eine gute Work-Life-Balance. In beiden Fällen kann die Personalabteilung jedoch beweisen, dass es sich um unwahre Tatsachenbehauptungen handelt, da nachweislich auf den Abbau von Überstunden geachtet wird, gesetzliche Bestimmungen eingehalten und Weiterbildungsmöglichkeiten für jeden Mitarbeiter angeboten werden. Diese Werte und Bestimmungen sind in den Grundsätzen der Noname GmbH festgelegt.

5. Prüfantrag bei Kununu

Mit dem Verdacht auf ungerechtfertigte Bewertungen, wendet die Personalabteilung sich an die Plattform Kununu, um einen Prüfantrag einzureichen. Dafür kontaktieren sie den Kununu Support und melden ihren Fall. Die Plattform bittet daraufhin um eine ausführliche Begründung, weshalb die Bewertungen ungerechtfertigt sind und entfernt werden können. Nachdem diese erbracht wurde, beginnt Kununu mit der Prüfung. Beide Prüfanträge werden jedoch abgelehnt.

6. Ratlosigkeit in der Personalabteilung

Aufgrund der Ablehnung beider Prüfanträge bittet das Personalrecruiting um eine Begründung seitens Kununu. Diese wird auch nach einiger Zeit gegeben, ist jedoch weder zufriedenstellend noch für die Personalabteilung nachvollziehbar. Nach Unterstützung suchend stößt die Noname GmbH auf das Legal-Tech-Tool trust1 und meldet über das Bestellformular erneut die beiden ungerechtfertigten Bewertungen auf Kununu.

7. Effektive Abwicklung über trust1

Trust1 stellt nach Eingang des ausgefüllten Bestellformulars und einer Begründung einen Prüfantrag bei Kununu. Durch die mit Anwälten zusammen entwickelten und auf Grundlage des deutschen Rechts fußenden Textbausteine, kann trust1 eine hohe Erfolgsquote versprechen. Nach Erstellung des Auftrages hat die Personalabteilung der Noname GmbH keinen weiteren Kontakt mit Kununu und übergibt die Abwicklung an trust1. Nach 14 Tagen erhält das Personalrecruiting die Nachricht von trust1, dass beide ungerechtfertigten Bewertungen entfernt werden konnten und der Kununu Score wieder 4,2 Sterne beträgt. Aufgrund der erfolgreichen Zusammenarbeit beschließt die Personalabteilung das Premium-Paket von trust1 zu abonnieren, um zukünftig schnell über eine Veränderung der Performance auf Bewertungs-Plattformen wie Kununu informiert zu werden.

Nachdem die ungerechtfertigten Bewertungen entfernt werden konnten und die positive Reputation wieder hergestellt wurde, startet das Personalrecruiting erneut damit, die Stellenausschreibungen zu bewerben. Der Unterschied ist schnell sichtbar: die Anzahl der Bewerber ist gestiegen und erste Favoriten können kontaktiert werden.

Comments (2)

  • Arbeitgeber*innen haben auf der Plattform kununu die Möglichkeit, Stellung zu kritischen Bewertungen zu beziehen. Diese einfach löschen zu lassen, finde ich unangemessen.

    Den Traumjob schlechthin gibt es nicht. In jedem Unternehmen oder Betrieb wird man Schwachpunkte finden. Als Arbeitssuchende informiere ich mich weiterhin auf kununu.
    In Bewerbungsgesprächen oder in der Probezeit habe ich die Möglichkeit herauszufinden, ob an der Kritik etwas dran ist oder nicht.

    Ich habe mich trotz schlechter Bewertung auf kununu mal auf eine Stelle beworben und über Gespräche mit den Mitarbeitern schnell herausgefunden, dass die Kritik auf kununu zugetroffen hat. Eine Chance auf positive Veränderungen oder die Möglichkeit selbst etwas dazu beitragen zu können, konnte ich in diesem Betrieb nicht erkennen. Deshalb habe ich den Job nicht angenommen.
    Manche kritischen Bewertungen sind zutreffend, andere vielleicht nicht.

    Wenn Arbeitgeber*innen die Plattform kununu nicht als Herausforderung zur Selbstreflexion sehen und entsprechend darauf reagieren, ist mit einer Löschung von Einträgen niemandem geholfen.

    • Sehr geehrte Frau Hoffmann,

      Vielen Dank für ihre Anmerkungen.
      Wir stimmen Ihnen zu, dass Bewertungen Unternehmen die Möglichkeit zur Selbstreflexion und Verbesserung bieten.
      Sofern eine Bewertung gerechtfertigt ist, kann und darf solch eine Bewertung nicht entfernt werden. Handelt es sich allerdings um eine ungerechtfertigte Bewertung, die zum Beispiel unwahre Tatsachenbehauptungen oder Beleidigungen enthält, werden die Rechte des Unternehmens angegriffen.

      Die Funktion von Bewertungsplattformen ist es, ein Portal des Meinungsaustausches zu ermöglichen. Bewertungen ohne Grund zu entfernen verzerrt die Wahrheit und schränkt die Meinungsfreiheit ein. Wir setzen daher auf ein legales und professionelles Tool, welches auf Grundlage des aktuellen deutschen Rechts entwickelt wurde. Durch unser Tool wird der Prüfprozess bei der jeweiligen Plattform ausgelöst. Bei diesem Ablauf wird jeder Rezensent zu den Beanstandungen kontaktiert und kann eine Stellungnahme zu den Vorwürfen abgeben. Somit ist der Ablauf für beide Seiten fair und transparent. Diese Vorrausetzungen haben wir in dem Beitrag nicht ausdrücklich erwähnt, dafür möchten wir uns entschuldigen.

      Uns ist bewusst, dass es sich bei dem Thema der Bewertungsentfernung um ein sehr sensibles Thema handelt. Daher ist es uns ein wichtiges Anliegen, immer auf der Grundlage des deutschen Rechts zu handeln, um sowohl die Rechte der Rezensenten, als auch die der Unternehmen zu schützen.
      Falls Sie weitere Fragen haben, kontaktieren Sie uns gerne.

      Mit freundlichen Grüßen
      Ihr trust1 Team

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

© 2021 Trust1.de